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TSV Marquartstein
Festabend zum 100jährigen Jubiläum
1910 bis 2010 In guten wie in schlechten Zeiten, über zwei Weltkriege und trotz politisch und gesellschaftlich vieler schwieriger Jahre blieb der von Josef Ruch gegründete Sportverein – damals Sportverein Achental – immer lebendig. „Auch wenn man nicht viel hat, Sport treiben kann man immer“, sagte Klaus Hell bei der Ansprache am Festabend anlässlich des 100jährigen Bestehen des TSV. Der Abend im Saal des Gasthofes Prinzregent, stand unter dem Motto „Wir feiern Geburtstag“. Der Verein als eine „große, intakte Gemeinschaft“ war immer einen Basis für viele Sporttreibende aus Marquartstein und Umgebung. Das ist auch heute noch so. Die Gesellschaft hat sich in den vielen Jahren gravierend geändert. Dem TSV, der in seiner Struktur weitgehend noch dem Verein der Gründungszeit entspricht, stellen sich daher immer wieder neue Aufgaben. Man habe aber gelernt, flexibel auf Neuerungen zu reagieren. Wenn es darauf ankomme, zählt die große Gemeinschaft im Verein. Oft sei es heute nicht leicht, Ämter zu besetzen so der 1. Vorsitzende. Der TSV habe aber ein „Rieseglück“ mit einer guten engagierten Vorstandschaft, vielen ehrenamtlichen Trainern und Übungsleitern sowie zahlreichen Helfern. Unstrittig und höchst wertvoll sei daher der Beitrag des TSV und der Sportvereine im allgemeinen für die gesamte Gesellschaft.
Durch das abwechslungsreiche Programm mit vielen Grußworten führte als Moderator Roland Polleichtner, der erste Vorsitzende des GTEV Marquartstein-Piesenhausen. Schwungvoll sorgten die Danzlkrainer aus Schleching dazwischen für beste musikalische Unterhaltung. Zweiter Bürgermeister Günther Richter gratulierte dem größten Verein im Ort und hob seine hervorragende Arbeit für die gesamte Bevölkerung in Marquartstein hervor. Heute zählt der Verein fast 900 Mitglieder. Richter würdigte die enorme Leistung der Vorstandschaft und ihrer Helfer auch zur Ausrichtung des Jubiläums mit seinem umfangreichen Programm. Walter Moser, der Bezirksvorsitzende des Landessportverbands, der Kreisvorsitzende des BLSV Willi Weinl und Klaus Kellner vom Bayrischen Turnverband sprachen Grußworte und überreichten die Ehrenurkunde des BLSV zum 100jährigen Bestehen.
Die Ehrennadel in Silber mit Gold des BLSV erhielten Georg Esterlechner und Helmut Angermeier für über 20 Jahre ehrenamtlicher Tätigkeit, außerdem Klaus Hell, der das Amt des ersten Vorsitzenden seit 12 Jahren ausübt. Die höchste Ehrung für über 50 Jahre ehrenamtlicher Tätigkeit wurde Theo Breit mit der Verdienstnadel des BLSV in Gold mit Brillanten zuteil.
Martin Heiler vom GTEV Marquartstein-Piesenhausen übergab als Gratulant im Namen aller Ortsvereine ein Fahnenband als Geschenk für den TSV zum 100jährigen. Der Gartenbauverein überreichte einen Gutschein für einen Laubbaum und bekam, wie auch alle anderen Vereine die „Jubiläumsmedaille eingearbeitet in französischem Nussbaum“ zur Erinnerung. Hans Pertl von der Bergwacht gratulierte ebenso wie vom Sportclub Schleching Manfred Mix, vom Skiclub Schleching Konrad Rappl, vom Wintersportverein Reit im Winkl Walter Vogel, vom Sportverein Unterwössen Philipp Weißenbacher sowie vom SC Reifing in Grassau Willi Sedlmayer, der durch die Stockschützen eine enge Verbindung zu den Marquartsteinern hat.
Ein Höhepunkt war das Grußwort von Paul Profanter, dem ersten Vorsitzenden des Sportvereins aus St. Andrä bei Brixen, der Partnergemeinde in Südtirol. Er hob die langjährige Freundschaft der Vereine hervor und überbrachte als Geschenk nicht nur einen Stich vom Rathaus in Brixen, sondern auch Bildbände und Südtiroler Rotwein.
Viel historisch Interessantes, aber auch viel zu lachen gab es im zweiten Teil des Abends, als „Zeitzeugen“ berichteten und die Geschichte des Vereins über die Jahre mit Videoclips, Bildern und kurzen Vorträgen lebendig wurde.
Im ersten Beitrag nahm Klaus Hell die Festgäste gedanklich mit in die Gründungszeit. Anhand von Erzählungen und Bilder wurde Gründer Josef Ruch als weniger sportlich denn gesellig und als Organisationstalent beschrieben. Mit einem herzlichen Applaus begrüßten die Anwesenden dessen Tochter Pauline aus 3. Ehe, die zu diesem Anlass angereist war.
Das Engagement von Georg Döllerer, der zusammen mit dem „Menter Schorsch“ den Verein in der Nachkriegszeit wieder in Schwung gebracht hat, sowie die Damenhandballmannschaft mit Erna Ull an der Spitze wurden im Beitrag von Roland Polleichtner beleuchtet. Einige Bilder und Urkunden gaben dabei Einblick in diese schwierige Epoche des TSV. Eberhard Opitz, früher Lehrer am Staatlichen Landschulheim und Fußballer im TSV Marquartstein, später Trainer, gab viele Erinnerungen zum Besten und machte die örtliche Geschichte des Fußballs und ihrer Spieler lebendig . Bei Spielen der Lehrer des Landschulheims standen manchmal auch Schüler im Tor, so zum Beispiel der heutige Verkehrsminister Peter Ramsauer, der von 1964 bis 1973 Schüler dort war.
Zwei kurze Videozusammenschnitte aus der Ära der Sportlerbälle riefen bei den Besuchern des Festabends so manche Erinnerung wieder wach.
Zum Abschluss des Abends wurde die Jubiläumsfestschrift verteilt. In diesem Zusammenhang bedankte sich Hell bei Eckart Schöniger für die grafische Ausarbeitung und bei Günther Böcker für die Digitalisierung und Aktualisierung der Vereinschronik. Beide haben dazu viele 100 Stunden an ehrenamtlicher Arbeit geleistet. Mit dem Hinweis auf das Programm des Festsonntages und den Dank an alle Mitwirkenden sowie auch an die Besucher für ihr Kommen beendete der 1. Vorsitzende das offizielle Programm. (Giesen)
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Ansprechpartner für Ehrungsabend u.
Jubiläumsabend: Klaus Hell, ( (08641) 8990, hell.klaus@t-online.de
Ansprechpartner für Festsonntag: Robert Kling, ( (08641) 7703, JR.Kling@t-online.de |